18.11.2013
 
Vielleicht haben wir zugelassen, dass die Wissenschaft
unser Leben für uns definiert -
aber das Leben ist größer als die Wissenschaft.
Das Leben ist ein Prozeß und in diesem Prozeß
ist das Mysterium eingewoben.
Es geschehen Dinge, die die Wissenschaft nicht erklären kann,
wichtige Dinge, die man zwar nicht messen, aber erfahren kann,
deren Zeuge man sein und um die man wissen kann.
Diese Dinge lassen sich nicht wie in einem wissenschaftlichen
Experiment wiederholen, sie entziehen sich auch einer noch so
ausgekügelten wissenschaftlichen Untersuchung.
(Rachel Remen)
09.11.2013
 
Heute bin ich in der Lage, Dinge, die nicht bewiesen werden können,
weder zu bezweifeln, noch zu glauben - ich bleibe einfach offen und warte ab.
Ich akzeptiere in solchen Fällen die Unsicherheit,
die Wahrheit womöglich nie zu erfahren.
Auf die wichtigsten Fragen scheint es keine vorgefertigten Antworten zu geben.
Doch die Fragen selbst entwickeln heilende Kräfte,
wenn Ihnen genügend Beachtung geschenkt wird.
Antworten hingegen laden dazu ein, mit dem Nachdenken
und dem Staunen über die Dinge aufzuhören.
Doch man kann im Leben nicht einfach stehen bleiben,
das Leben ist ein Prozess, und jedes Ereignis ist an
den Augenblick gebunden, der ihm vorausgeht.
(Rachel Remen)
27.10.2013
 
Der Unterschied des Mitgefühls zum Mitleid
liegt darin, dass ich beim Mitleid den Schmerz
des anderen zwar wie meinen eigenen spüre,
doch ich versinke auch, wie der andere, in diesem Schmerz,
weil ich ihn im Grunde genommen nicht annehmen kann und will.
Die Kraft des Zulassens fehlt und sie kann somit den anderen
nicht aus dem Schmerz herausführen.
Daher reagieren viele Menschen
auf Mitleid eher aggressiv als dankbar.
 
(Doris Zölls)
20.10.2013
Jeder Mensch wird in seinem Leben Enttäuschungen
erleben und dadurch verletzt werden.
Er hat die Möglichkeit, sich einen Panzer zuzulegen,
der ihn schützt, aber auch in der freien Weiterentwicklung
behindert. Zum inneren und äußeren Wachstum muss
ein Mensch frei handeln und offen reagieren können,
ohne auf die Angst vor Verletzung zu starren.
Es braucht Mut, Enttäuschungen ins Gesicht zu sehen,
aber sich und anderen die Chance zu geben,
beim Weiterentwickeln an das Neue zu glauben.
Dadurch wächst man innerlich und lernt dazu.
(N.N.)
12.10.2013
 
Jeder bewußte, achtsame Atemzug, den wir machen,
und jeder wirklich achtsame Schritt wird im
gegenwärtigen Moment Frieden herstellen
und Krieg in der Zukunft verhindern.
Wenn wir unser individuelles Bewußtsein
transformieren, umformen, beginnen wir
den Prozeß der Veränderung
des kollektiven Bewusstseins.
Wie kann man jemals Frieden in diese Welt bringen,
wenn man nicht bei sich selbst anfängt?
 
(Thich Nhat Hanh)