29.02.2016
 
Wir sind nicht deshalb in Gedanken, weil wir etwas Wichtiges zu bedenken haben.
Wir sind in Gedanken und Bildern, weil uns dieser Prozess buchstäblich ausmacht.
Während ich mich gedanklich mit Bildern und Gedanken identifiziere, bin ich.
Je nach Gefühl und Gedanke variiert mein Ich-Gefühl natürlich sehr stark
und so muss ich mich nahezu ständig damit befassen,
eine Balance innerhalb des Geschehens aufrecht zu erhalten.
 
(Alexander Poraj)

09.02.2016

John Rawls schlug vor,

die Menschheit gedanklich in einen Zustand zu versetzen,

in dem niemand wisse,

welchen Platz in der Gesellschaft er einmal einnehmen werde:

Arbeiter oder Unternehmer,

Syrer oder Deutscher.

Eine Weltordnung, auf die sich die Menschen

hinter einem solchen "Schleier der Unwissenheit" einigen könnten,

sei als fair anzusehen.

Das wäre eine Welt,

in der das Teilen verwirklicht wäre.

- John Rawls

31.01.2016
 
Die Bedeutung der Symbolik des Engels
enthält auch die Idee des guten Gewissens,
das uns mit der eigenen menschlichen
Verantwortung konfrontiert.
Die Frage des Dualismus von Gut und Böse
und ihre Bewertungen lösen sich auf.
Kein Mensch kann sich sein Leben lang
von der inneren Stimme seines Gewissens
wirklich lösen.
Der Engel stellt sich in seiner absoluten
Aufmerksamkeit der Verantwortung des Gewissens
und personifiziert es.
Er ist immer wach und wacht über die Menschen.
Das Leben ist als menschliche Gratwanderung
nie vorhersehbar.
(N.N.)
21.01.2016
 
Die Freiheit des Einzelnen wird immer
darin begrenzt werden, wo sie die Freiheit
des Nächsten berührt.
Es wird im Gemeinschaftsleben immer
Kompromisse und Anpassungen geben müssen,
damit das intuitive Gerechtigkeitsempfinden
des Anderen nicht überschritten wird.
Wird diese Grenze nicht beachtet,
landen wir erst im narzisstischen Egoismus
(in dem ich den Anderen nicht wahrnehme)
und weiter in der Gewalt der Anarchie.
 
(N.N.)
09.01.2016
 
Das Geheimnis ist Vergebung.
Vergebung ist nicht mit Gefühlen aufgeladen,
sie ist der gesunden Vernunft sehr nahe.
Sie kommt mit der Einsicht,
dass der andere gar nicht anders handeln konnte.
Und du selbst auch nicht.
Die wenigsten von uns haben in den
entscheidenden Situationen eine echte Wahl.
 
P. Hoeg