24.05.2014

Der Weg der Vollkommenheit ist nicht schwierig

für den, der keine Vorlieben kennt.

Alles wird vollständig und unvermittelt offenbart

an den, der frei ist von Vorzug und Abneigung.

 

Verstricke dich nicht in die Vielzahl der Dinge,

doch mache ebenso wenig aus der Leere einen Rückzugsort.

Finde Ruhe in der Einheit des Seins

und jeder Unterschied schwindet von selbst.

 

Wer versucht, zur Ruhe zu kommen,

durch Bewegung anzuhalten,

wird unvermindert eine Quelle der Ruhelosigkeit bleiben.

Solange du einen Teil der Gegensätze wählst,

wird dir die Erfahrung des großen Ganzen nie zuteilwerden.

 

Wer wach ist,

fällt nicht dem Träumen zum Opfer.

Wenn das Bewusstsein keinen Unterschied erzeugt,

erscheinen die Tausend-und-ein Dinge so wie sie sind:

Eins und nur Wesentlich.

 

Wer das Geheimnis dieser einzigartigen Identität kennt,

ist befreit von aller Verwirrung.

Wer gleichmütig die Einheit in all ihrer Vielfalt erschaut

und die Vielfalt in ihrer Einheit,

kehrt zurück zu dem ursprünglichen Ort,

wo er oder sie seit Anbeginn wohnt.

 

In diesem “Nicht Zwei” kommt alles zusammen.

Alles was ist, ist willkommen und wird umarmt.

So sehen die Weisen die Welt,

wo sie auch wohnen.

Sengtsan, im Jahr 606,

14.5.2014
Auch die Lotusblume braucht Schlamm,
um zu gedeihen.
Die Lotusblume wächst nicht auf Marmor.
Sie müssen erkennen,
dass es eine sehr enge Verbindung
zwischen Leid und Glück gibt.
Wer vor dem Leid wegläuft, kann kein Glück finden.
Im Gegenteil: Suchen sie nach den Wurzeln ihres Leids.
Erst dann kann Verständnis und Mitgefühl erwachsen.
Diese beiden sind der Schlüssel zum Glück.
 
(Thich Nhat Hanh)
03.05.14
Wenn wir einmal gründlich darüber nachdenken,
werden wir feststellen,
dass wir von Anfang an über nichts verfügen,
woran wir festhalten müssen.
Doch wir tun unser ganzes Leben so,
als hätten wir etwas zu verlieren.
Diese Illusion bringt uns
aus dem inneren Gleichgewicht.
 
(Kodo Sawaki)
22.04.14
 
- Wie hält er es alleine in einem Raum aus?
- Was für ein Lachen gehört zu ihm,
  wie kann er lächeln?
- Wieviel echtes Mitgefühl im Unterschied
  zum Mitleid kann er geben?
- Wovon ist er abhängig? Kann er verzichten?
  Kann er loslassen?
- Was für eine Aufgabe und welchen Sinn
  hat er in seinem Leben gefunden?
- Wie kann er mit der permanenten Entwicklung
  der Veränderung des Lebens umgehen?
- Wie kann er mit dem Prozeß des Leidens
   im Leben umgehen? 
 
(Fragen aus der Homöopathie - Anamnese)
11.04.2014
Frauen leben ihre Emotionen.
Da ist immer ein Ja und ein Nein möglich.
Deshalb sind sie nie berechenbar,
genau wie das Leben.
Männer dagegen sind viel einfacher
und leichter vorhersehbar.
Sie sind in einem Ja oder Nein festgelegt.
Eine Frau lieben, ist, wie das Leben zu genießen,
mit allen Risiken, zu gewinnen oder zu scheitern.
Ist es nicht wunderbar, dass wir nie wissen,
was an der nächsten Weggabelung passieren wird?
(W. Tera)