13.12.2013

Es kam der Tag, da sagte das Zündholz zur Kerze:
"Ich habe den Auftrag, dich anzuzünden."
"O nein", erschrak die Kerze, "nur das nicht.
Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt.
Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern."
Das Zündholz fragte: "Aber willst du denn ein Leben lang
kalt und hart bleiben, ohne zuvor gelebt zu haben?"
"Aber brennen tut doch weh und zehrt an meinen Kräften",
flüstert die Kerze unsicher und voller Angst.
"Es ist wahr", entgegnete das Zündholz. "Aber das ist doch das Geheimnis unserer Berufung:
Wir sind berufen, Licht zu sein. Was ich tun kann, ist wenig.
Zünde ich dich nicht an, so verpasse ich den Sinn meines Lebens. Ich bin dazu da, Feuer zu entfachen.
Du bist eine Kerze. Du sollst für andere leuchten und Wärme schenken.
Alles, was du an Schmerz und Leid und Kraft hingibst, wird verwandelt in Licht.
Du gehst nicht verloren, wenn du dich verzehrst. Andere werden dein Feuer weiter tragen.
Nur wenn du dich versagst, wirst du sterben ... "
Da spitzte die Kerze ihren Docht und sprach voller Erwartung:
"Ich bitte dich, zünde mich an ..."

(Quelle unbekannt)

05.12.2013

Pflichtbewusstsein ohne Liebe macht verdrießlich 
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos 
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart 
Wahrhaftigkeit ohne Liebe macht kritiksüchtig 
Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch 
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch 
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich 
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch 
Macht ohne Liebe macht grausam 
Ehre ohne Liebe macht hochmütig 
Besitz ohne Liebe macht geizig

Glaube ohne Liebe macht fanatisch

(Laotse)

27.11.13
 
Nimm dir Zeit,
denn mit deinen Entscheidungen
musst du lange leben.
Suche dir Gesprächspartner,
aber auch einsame Zeiten.
Gib nicht Stimmungslagen nach.
Und bedenke:
Zu jeder Entscheidung gibt es Alternativen.
 
Ignatius von Loyola
18.11.2013
 
Vielleicht haben wir zugelassen, dass die Wissenschaft
unser Leben für uns definiert -
aber das Leben ist größer als die Wissenschaft.
Das Leben ist ein Prozeß und in diesem Prozeß
ist das Mysterium eingewoben.
Es geschehen Dinge, die die Wissenschaft nicht erklären kann,
wichtige Dinge, die man zwar nicht messen, aber erfahren kann,
deren Zeuge man sein und um die man wissen kann.
Diese Dinge lassen sich nicht wie in einem wissenschaftlichen
Experiment wiederholen, sie entziehen sich auch einer noch so
ausgekügelten wissenschaftlichen Untersuchung.
(Rachel Remen)
09.11.2013
 
Heute bin ich in der Lage, Dinge, die nicht bewiesen werden können,
weder zu bezweifeln, noch zu glauben - ich bleibe einfach offen und warte ab.
Ich akzeptiere in solchen Fällen die Unsicherheit,
die Wahrheit womöglich nie zu erfahren.
Auf die wichtigsten Fragen scheint es keine vorgefertigten Antworten zu geben.
Doch die Fragen selbst entwickeln heilende Kräfte,
wenn Ihnen genügend Beachtung geschenkt wird.
Antworten hingegen laden dazu ein, mit dem Nachdenken
und dem Staunen über die Dinge aufzuhören.
Doch man kann im Leben nicht einfach stehen bleiben,
das Leben ist ein Prozess, und jedes Ereignis ist an
den Augenblick gebunden, der ihm vorausgeht.
(Rachel Remen)