17.01.2021
 
Der Stein ist in vielen Sagen
das Symbol des tiefen inneren Wissens,
der Einsicht in den Sinn,
in das Wesen der Welt.
Er ist das tiefste Zeichen der Stille,
die sich selbsterzeugende Lichtenergie,
die hinter dem Unsagbaren hervorleuchtet.
Die Form der Ordnung und Struktur,
der Gegenpol des Chaos und der Vergänglichkeit.
Stille ist eine innere Kraft,
Selbstgenügsamkeit und Selbstwirksamkeit.
Das Wissen um die Einheit von Allem,
der Klang des inneren Raumes,
ohne Zeit, ohne Wille, ohne Wertung.
 
N.N.
27.12.2020
 
Ich glaub, wir haben den Engel vergessen.
Den auf dem Feld. Wir sind zu schnell
losgerannt, zusammen mit den aufgeregten Hirten,
begierig, das große Wunder nicht zu verpassen.
Das LICHT. Wir sind zu schnell losgerannt zum Stall.
Das Kind, der neue König, die außerordentliche Geburt.
Welch eine Nachricht! Wir wollten es unbedingt sehen.
Wir wollten dabei sein.
Aber der Engel, der ganz zuerst auftauchte,
der, der uns zurief, dass wir uns nicht fürchten sollen,
der es wagte, vom Frieden zu sprechen,
den haben wir stehen lassen, unter dem großen,
dunklen, unendlichen Himmel. Auf dem Feld.
Ganz einsam. Wir haben den Engel vergessen
und das, was er zuerst sagte.
Dass wir uns nicht fürchten sollen!
Dass Frieden möglich ist.
Heute. Morgen. Jeden Tag.
Wenn wir es nur wollen.
 
(D. Bewernitz)
08.12.2020
 
Warum soll sich die Wirklichkeit
darum kümmern, ob sie durch
unser Gehirn verstanden werden kann?
 
W. Heisenberg

24.09.2020

" »Was halb ist, wird voll werden.

Was krumm ist, wird gerade werden.

Was leer ist, wird gefüllt werden.

Was alt ist, wird neu werden.

Wer wenig hat, wird bekommen.

Wer viel hat, wird umnebelt werden.«

Also auch der Berufene:

Er umfasst das Eine

und ist der Welt Vorbild.

Er will nicht selber scheinen,

darum wird er erleuchtet.

Er will nichts selber sein,

darum wird er herrlich.

Er rühmt sich selber nicht,

darum vollbringt er Werke.

Er tut sich nicht selber hervor,

darum wird er erhoben.

Denn wer nicht streitet,

mit dem kann niemand auf der Welt streiten.

Was die Alten gesagt: »Was halb ist, soll voll werden«,

ist fürwahr kein leeres Wort.

Alle wahre Vollkommenheit ist darunter befaßt. "

- Laotse, Buch Tao te King -

25.06.2020
 
Der Mensch erstaunt mich, denn erst opfert er
seine Gesundheit, um Geld zu machen.
Danach opfert er sein Geld,
um seine Gesundheit wieder zu erlangen.
Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft,
dass er die Gegenwart nicht genießen kann.
Das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart lebt.
Er lebt, als würde er nie sterben, und dann
stirbt er und hat nie wirklich gelebt.
 
                                                Nach dem Dalai Lama