19.04.2015
 
Lege dich in eine Wiese und schaue in den Himmel
Sieh die Wolken vorbeiziehen und die Schmetterlinge tanzen
Rieche das Gras und den Duft der Wiesenblüten
Atme die Morgenluft ein, wie sie nach Tau schmeckt
Höre das Summen der Bienen und die Triller der Vögel
Fühle den Sonnenstaub auf deiner Nase
 
Laufe barfuß durch den nassen Sand am Meer
Beobachte die Rythmen der Wellen, wie sie in den Strand gleiten
Spüre das Salz auf deinen Lippen
Ahne den Geschmack der Algen und der Fische
Höre dem Rauschen der Wogen zu und den Schreien der Möwen
Fühle die Gischt auf deinem Gesicht
 
Freue dich an strahlenden Kinderaugen
Lache über Unsinn, bis Tränen kommen
Weine, wenn du traurig bist
Füge deine Gedanken zu Gedichten
Singe dein inneres Lied
 
Lächle einem Menschen in die Augen
Vertraue ihm und er wird dir vertrauen
Versuche ihn so zu lassen, wie er ist
Verstehe, du wirst ihn nie ändern können
 
Traue deinem Gefühl und deinem Willen
Wisse um die Kraft deiner Gedanken
Folge deinem Weg, er entwickelt sich beim Gehen
Lass dich ein auf das Ungewisse des Lebens
Erkenne deine Bestimmung und versuche die Aufgabe zu lösen
 
Actio est reactio
Staune
 
(Tertio)
15.03.2015
 
Achten sie einmal beim Hören einer Symphonie darauf,
wie häufig zum Beispiel der Ton "e" vorkommt.
Und doch klingt dieses "e" an jeder Stelle anders.
Der Ort, die Zeit, das Vorher und das Nachher sind
völlig verschieden. Übertragen wir dies auf die Beziehung,
heißt das, dass mein Partner oder meine Partnerin,
meine Mitmenschen in jedem Moment anders sind.
Sie können gar nicht langweilig sein, lediglich mein Blick
sieht immer nur das Gleiche und hört immer nur
einen Klang. Unser Denken verhindert, dass wir den
Anderen nicht in jedem Augenblick neu erfahren,
sondern nur in schon von mir festgeschriebenen Mustern.
Sind wir uns dessen bewußt, können wir unseren
abwertenden Geist vorüberziehen lassen und kommen
dadurch wieder ins Staunen, was der Augenblick
mir in diesem Hier und Jetzt zeigt.
Jede Begegnung kann für uns wieder Neu werden.
                                                             (Doris Zölls)
22.02.2015
 
Das Tanzen gilt als ein Vergnügen,
Bei dem sich zwei zusammenfügen,
Und sich – statt gradeaus zu gehen –
Nach links und rechts im Kreise drehen.

Wenn wir sein Wesen recht erkennen,
Wird man das Tanzen Arbeit nennen,
Man hat den triftigsten Beweis
In dem dabei vergossnen Schweiß.
Hier untersucht nun der Gelehrte:
Zum ersten schafft sie keine Werte,
Zum zweiten aber hat davon
Der Arbeitnehmer keinen Lohn.

Er dreht von acht bis morgens fünfe
Und immer gratis eine Nymphe.
Dies bildet doch ein Unikum!
Und deshalb frage ich: warum?

Erfolgt es wirklich unentgeltlich?
Geschieht es nicht doch vorbehältlich?
Entledigt man sich seines Speckes
Ganz ohne Hinblick eines Zweckes?
Hier ist der Angelpunkt der Frage,
Und ihre Lösung tritt zutage:
Der Tänzer leistet nur so viel
In Hoffnung auf ein Nebenziel.

(Ludwig Thoma)

28.01.2015

Wenn man die Weltbevölkerung auf ein 100 Seelen zählendes Dorf reduzieren könnte und dabei die Proportionen aller auf der Erde lebenden Völker beibehalten würde, wäre dieses Dorf folgendermaßen zusammengesetzt:

57 Asiaten 21 Europäer 14 Amerikaner (Nord-, Zentral- und Südamerikaner) 8 Afrikaner

Es gäbe :
 

  • 52 Frauen und 48 Männer
  • 30 Weiße und 70 nicht Weiße
  • 30 Christen und 70 nicht Christen
  • 89 Heterosexuelle und 11 Homosexuelle
  • 6 Personen besäßen 59% des gesamten Reichtums
    und alle 6 kämen aus den USA,
  • 80 lebten in maroden Häusern,
  • 70 wären Analphabeten,
  • 50 würden an Unterernährung leiden,
  • 1 wäre dabei zu sterben,
  • 1 wäre dabei geboren zu werden.
  • 1 besäße einen Computer,
  • 1 ja, nur einer hätte einen Universitätsabschluß.

Wenn man die Welt auf diese Weise betrachtet, wird das Bedürfnis nach Akzeptanz und Verständnis offensichtlich. Du solltest auch folgendes bedenken :
 

  • Wenn Du heute morgen aufgestanden bist und eher gesund als krank warst, hast Du ein besseres Los gezogen als die Millionen Menschen, die die nächste Woche nicht mehr erleben werden.
  • Wenn Du noch nie in der Gefahr einer Schlacht, in der Einsamkeit der Gefangenschaft, im Todeskampf der Folterung oder im Schraubstock des Hungers warst, geht es Dir besser als 500 Millionen Menschen.
  • Wenn Du zur Kirche gehen kannst ohne Angst haben zu müssen bedroht, gefoltert oder getötet zu werden, hast Du mehr Glück als 3 Milliarden Menschen. Wenn Du Essen im Kühlschrank, Kleider am Leib, ein Dach über dem Kopf und einen Platz zum Schlafen hast, bist du reicher als 75% der Menschen dieser Erde.
  • Wenn Du Geld auf der Bank, in Deinem Portemonnaie und im Sparschwein hast, gehörst Du zu den privilegiertesten 8% dieser Welt.
  • Wenn Deine Eltern noch leben und immer noch verheiratet sind, bist Du schon wahrlich eine Rarität.
  • Wenn Du diese Nachricht erhältst, bist Du direkt zweifach gesegnet: Zum einen weil jemand an Dich gedacht hat, und zum anderen weil Du nicht zu den zwei Milliarden Menschen gehörst, die nicht lesen können.  
  • Arbeite, als bräuchtest Du kein Geld.
  • Liebe, als habe Dir nie jemand etwas zu leide getan.
  • Tanze, als ob niemand Dich beobachte.
  • Singe, als ob niemand Dir zuhöre.
  • Lebe, als sei das Paradies auf Erden.                                                          (Unbekannt)

18.01.2015

Brauchst du mehr Wissen? Werden mehr Informationen, schnellere Computer oder
weitere wissenschaftliche und intellektuelle Analysen die Welt retten?
Ist es nicht Weisheit, was die Menschheit in dieser Zeit am dringendsten 
braucht?
Aber was ist Weisheit, und wo ist sie zu finden? Weisheit stellt sich mit 
der Fähigkeit ein, still zu sein.
Schaue und höre einfach. Mehr ist nicht nötig.
Still zu sein, zu schauen und zu hören aktiviert die intuitive Intelligenz 
in dir.
Lass dich in Wort und Tat von Stille leiten.

(Eckhart Tolle )